Die Geschichte der Büdinger Kaserne, 25. November 2017 - 05. Augst 2018

Die Ausstellung zur Geschichte der Büdinger Kaserne gibt einen Einblick in ihre Entwicklung von den Anfängen bis zum Stand des Umbaus und ihrer zivilen Nutzung 2017.

Im Rahmen der nationalsozialistischen Kriegsvorbereitungen wurde 1935 die Krüger-Kaserne gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie in Armstrong-Kaserne umbenannt, hier waren über 60 Jahre lang amerikanische Soldaten untergebracht. Damit entstand ein Mikrokosmos in den deutsch-amerikanischen Beziehungen, der sich über die Jahre zu einem durchaus partnerschaftlichen Verhältnis entwickelt hat.

Zugleich war Büdingen ein Faktor in der militärischen Entwicklung und dem Verlauf des „Kalten Krieges“. Die Armstrong-Kaserne war Teil einer der wichtigsten Verteidigungslinien gegen einen möglichen russischen Einmarsch. Auf 30 Tafeln A1 wird die Geschichte der Büdinger Kaserne über mehr als 80 Jahre dokumentiert.

Den Eröffnungsvortrag hielt Jules August Schröder. Er hat als Zeitzeuge diese Epoche nicht nur miterlebt, sondern in vielen Bereichen prägenden Einfluss ausgeübt.

 

Das Buch zur Ausstellung: Die Geschichte der Büdinger Kaserne

Im Sommer 2015 war abzusehen, dass sich in den nächsten Monaten viel auf dem ehemaligen Kasernengelände verändern würde. Höchste Zeit, den Zustand des Areals - acht Jahre nach Abzug der Amerikaner - fotografisch festzuhalten. Björn Leo, Redakteur des Kreis-Anzeigers, und Joachim Cott bekamen von der Firma Revikon GmbH die Erlaubnis, Gebäude und Gelände zu fotografieren. In vielen Stunden kamen so hunderte von Bildern zusammen: Außenansichten, verlassene Räume und Detailaufnahmen von Orten, die nur wenige Außenstehende bisher zu Gesicht bekommen hatten. 2017 jährte sich der Abzug aus der Armstrong-Kaserne zum zehnten Mal, so reifte die Idee, die interessantesten Fotos in einem Buch und einer Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Will man aber die Geschichte der Kaserne erzählen, so muss man im Jahre 1935 beginnen, mit dem Bau der Krüger-Kaserne. Dr. Volkmar Stein hat anhand alter Dokumente die Geschichte der Kaserne akribisch zusammengestellt. Joachim Altrichter stellte einen zeitgenössischen - sehr amüsanten - Bericht und mehrere Bilder zu deren Bau zur Verfügung. Werner Knaf und Henning Bruns steuerten viele Bilder bei.

Auch war es Cott wichtig, Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen, mit ihren ganz persönlichen Erinnerungen an die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Über 20 Beiträge von Büdingern und ehemaligen GI’s dokumentieren unterschiedliche Phasen im Verhältnis zwischen den stationierten Soldaten und der deutschen Bevölkerung und machen mit ihren Rückblicken diese Zeit wieder lebendig. Die Amerikaner waren ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, doch Konflikte durch Panzerverladung oder Hubschrauberflüge blieben nicht aus.

Die vielen Bilder und vor allen die teilweise sehr umfangreichen Geschichten konnten in der Ausstellung nicht oder nur sehr verkürzt aufgenommen werden. Um dieses Stück Büdinger Zeitgeschichte auf Dauer zu bewahren, ist ab dem 25.11.2017 das Buch „Die Geschichte der Büdinger Kaserne“ erhältlich. Der großformatige Hardcoverband ist mit 80 s/w-Bildern und 196 Farbbildern illustriert.

Hardcover, DIN A4, 162 Seiten, 80 s/w-Bilder, 196 Farbbilder, 28,00 € zuz. 5,50 € Versand

Sie erhalten es im Heuson-Museum
oder bei

Joachim Cott, Am Wildenstein 11, 63654 Büdingen
Telefon: 06042 952334 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! geschichtswerkstatt-buedingen.de