Handel und Globalisierung im Heuson Museum

Das Heuson Museum in Büdingen hat eine neu gestaltete Vitrine zum Thema Welthandel vom 17. bis zum 19. Jahrhundert eingerichtet. Darin finden sich Exponate zur Kolonialgeschichte des Kaffee- und Teeexports, aber auch Militaria und Textilien. Besonderes Glanzstück ist eine sehr gut erhaltene „Schnürbrust“, also ein mit Fischbein versteiftes Korsett aus dem frühen 18. Jahrhundert.

Die Neugestaltung der Vitrine ist die abschließende Arbeit von Alice Karkhiran-Khozani, die im Rahmen ihres Geschichtsstudiums acht Wochen im Heuson Museum verbrachte und anfänglich hauptsächlich die umfangreiche Textilsammlung inventarisierte. Das Praktikum bot interessante Einblicke in den Arbeitsalltag eines Regionalmuseums, das eine große zeitliche Spanne mit seinen Exponaten abdeckt und damit ganz unterschiedliche Schwerpunkte darstellt. In Zusammenarbeit mit Petra Lehmann-Stoll, der wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Heuson Museums, entstand die Idee, einige Highlights aus dem Magazin zu dem Thema „Welthandel und Globalisierung in vorindustrieller Zeit“ zu präsentieren.

Die neu gestaltete Vitrine befindet sich im zweiten Stock des Museums. Dort sind Sammlungsteile wie Militaria, Ziegel, Ackerbau-, Handwerks- und Haushaltsgeräte ausgestellt, die einen gelungenen Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt der Büdinger Ackerbürger vermitteln. Text- und Bildtafeln stellen die Objekte in ihren historischen Zusammenhang und geben nähere Erläuterungen.