Das Heuson-Museum in Büdingen

Der „Schwan“, das „Steinerne Haus“ und das „Historische Rathaus von 1458“ stehen in einem bauhistorischen Zusammenhang in der Straße „Altstadt“. Das Rathaus ist ein spätgotischer Quaderbau mit Kreuzstockfenstern. Treppengiebel und Treppenturm wurden um 1500 angefügt; zur gleichen Zeit erfolgte die Erneuerung des Fachwerkkaufhauses im rückwärtigen Teil.

Das Erdgeschoss ist eine große Halle, ehemals öffentlicher Markt und Verkaufsraum. Hier finden Sonderausstellungen zur Geschichte der Stadt, der Region oder des Kreises statt. In Vitrinen finden Sie Ausstellungsstücke zur Geschichte Büdingens. Zu sehen sind weiterhin die über 200 Jahre alte Turmuhr aus Aulendiebach, ein Tresor mit historischen Münzen aus dem 19. Jahrhundert sowie Bildhauereien aus Sandstein und Holz.

Im Obergeschoss (Saal der Stadtverordnetenversammlung) finden regelmäßig Vorträge statt. Die Themen und Termine finden Sie in den Rubriken „Veranstaltungen aktuell“ und „Veranstaltungen Überblick“. Hier sind auch vor- und frühgeschichtliche Keramik und Gegenstände der Stein-, Bronze- und Eisenzeit, größtenteils aus Grabungen im Büdinger Land, untergebracht. Ebenso werden Fundstücke aus der ältereisenzeitlichen Nekropole von Borsdorf, von den bis ins Spätneolithikum zurückreichenden Wehranlagen des Glaubergs und aus dem nahen Römerkastell Altenstadt gezeigt. Weitere Themen sind das Leben Büdinger Juden und die Funde aus einem merowingisch-fränkischen Frauengrab (650 n. Chr.).

Im 2. Obergeschoss sind Sammlungsteile zum Welthandel in vorindustrieller Zeit, Militaria, Handwerks- und Haushaltsgeräte ausgestellt. In Raumvitrinen werden Töpferei, Drechslerei, Weberei und Tuchfärberei dargestellt, außerdem ist ein komplettes Skelett aus dem 16. Jahrhundert zu sehen.